PRODUKTBESCHREIBUNG

Magnetresonanz-Tomographie MRT in der Tiermedizin

MRT ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Schnittbildern des Körpers. Es ist ein nicht invasives Verfahren, das Magnetfelder nutzt.

Die physikalische Grundlage der MRT ist die Kernspinresonanz.
Man nutzt die Tatsache, dass Protonen einen Eigendrehimpuls (Spin) besitzen und Atomkerne dadurch ein magnetisches Moment erhalten.

Durch Anlegen eines statischen Magnetfeldes erfolgt eine Ausrichtung des rotierenden Atomkerns in Richtung des Magnetfeldes. Diese Präzessionsbewegung tritt jedes Mal auf, wenn der Kern aus seiner Ruhelage gebracht wird. Um Kerne dauerhaft zur Präzession anzuregen, ist ein zweites hochfrequentes Wechselfeld (HF-Transversalfeld) notwendig.

Durch die Wahl des ersten statischen Feldes und die Wahl der Frequenz des Transversalfeldes kann man sehr genau bestimmen, welche Kerne in Resonanz geraten. Bringt man nun eine Spule in die Nähe des rotierenden magnetischen Moments, so wird in diese eine Spannung induziert. Mit einer Folge von HF-Impulsen des Transversalfeldes kann eine Quermagnetisierung erzeugt werden, die vom Ort und Gewebetyp abhängig ist.
So entstehen bei der MRT Schichtbilder durch Quermagnetisierung.

In der Orthopädie liefert die MRT die besten Ergebnisse im Vergleich zu allen anderen bildgebenden Verfahren, aufgrund des besseren Kontrastes zwischen Muskeln, Fett, Gefäßen, Sehnen, Bändern, Knorpel, Knochen und Knochenmark.

Die MRT ermöglicht eine sichere Diagnostik von Weichteilgeweben und Knochentumoren, und ist aussagefähig in der Diagnose von Knochennekrose insbesondere der Hüfte. Die hohe Auflösung bei Knieuntersuchungen liefert unübertroffene anatomische Details des Meniskus, der Bänder, Kreuzbänder und Sehnen.

Weitere Vorteile der MRT liegen in der Neurologie.
Mit hoher Auflösung und Kontrast gewährleistet es sichere Diagnostik von Nerven, Nervenbahnen der neuralen Foramen, Bändern, Bandscheiben.

Und in der Gefäßdiagnostik ist es ein nicht invasives Verfahren, ohne ionisierende Kontrastmittel.

In der abdominellen Diagnostik liefert die MRT hochauflösende Bilder von Leber, Nieren, Pankreas, Milz, Tumoren, Infektionen und vaskulären Anomalien.

Insgesamt bietet sie Vorteile in einer sehr guten Weichteildiagnostik ohne Überlagerung von Knochenartefakten.

Offene Kernspintomographen auf Basis von Permanentmagneten zeichnen sich durch Investitionskosten, sowie Betriebskosten aus, die deutlich unter dem Niveau konventioneller supraleitender Tunnelsysteme liegen.

Ein wirtschaftlicher Betrieb ist bereits ab 2 Patienten täglich möglich.

Die offene Konstruktion dieser MRT’s und speziell entwickelte Tische erlauben den Einsatz nicht nur in der Kleintiermedizin, sondern auch in der Pferdepraxis.