BESCHREIBUNG
WAS VERSTEHT MAN UNTER "DIGITALER RADIOGRAPHIE ?"
Die digitale Radiographie bezeichnet ein Verfahren, zur Anfertigung und Darstellung von Röntgenaufnahmen mit den Mitteln der elektronischen Datenverarbeitung.
Es unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der herkömmlichen Röntgenbilderstellung.
Der Unterschied besteht letztlich darin, dass statt eines Film-Foliensystems eine Speicherfolie (Lumineszenz-Radiographie) oder ein Halbleiter-Flachdetektor (Flat-Panel-Detektor) Verwendung finden.
Die Vorteile der digitalen Radiographie liegen in der kurzen Zeit bis zur Bilddarstellung und dem weitgehenden Verzicht auf Verbrauchsmaterialien und deren Entsorgung. (Filme, Verpackungen, Entwicklungschemikalien, etc.)
Der digitale Betrieb beschleunigt den Arbeitsablauf. Es gibt direkte Anbindungsmöglichkeiten an Befundungs- und Archivierungs- und Praxisverwaltungs-Systeme (PACS).
Die digitalen Systeme verfügen über eine große Dynamik, so dass Über- und auch Unterbelichtung in einer großen Varianz kaum möglich sind. Trotzdem muss der Anwender sorgfältig darauf achten, dass die Expositionsparameter richtig gewählt werden.
Die hohe Empfindlichkeit ermöglicht eine deutliche Dosisreduktion von 30 - 70%, je nach Aufnahmeregion, gegenüber der herkömmlichen Röntgenbilderstellung mit einem Film-Foliensystem.
Das Speicherfoliensystem (Lumineszenz-Radiographie) ist filmähnlich in der Anwendung.
Die Speicherfolie wird zuerst in einer Kassette ‚belichtet’, dann in einer Leseeinheit ausgelesen. Die digitalen Signale werden zu Bildinformationen gespeichert. Somit können die gefertigten Bilder nachträglich weiterbearbeitet werden.
Die direkte Radiographie (Flat-Panel-Detektor) hat keine bewegten Komponenten.
Hier treffen die Röntgenstrahlen zunächst auf Szintillatoren. Eine Matrix aus Fotodioden wandelt die Lichtquanten in digitale Signale um. Diese werden dann an einen Computer weitergeleitet, so dass wenige Sekunden nach der Aufnahme das Röntgenbild auf dem Bildschirm erscheint.
Das digitale Verfahren hat den großen Vorteil, dass die gewonnenen Informationen gespeichert, nachträglich bearbeitet, jederzeit widergegeben und an andere Stellen (Kollegen, Kliniken, Universitäten) weitergegeben werden können.
Das spart Zeit und häufig auch überflüssige Wiederholungsaufnahmen.