Wikipedia Physia Narkose
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Sauerstoffkonzentratoren stellen eine bewährte und komfortable Alternative zu Druckgasflaschen oder zentralen Versorgungssystemen dar. Sie gewinnen den benötigten Sauerstoff direkt aus der Umgebungsluft, indem Stickstoff effizient herausgefiltert wird. Die erzeugte Sauerstoffkonzentration liegt in der Regel bei etwa 93 % und ist damit für die meisten Anwendungen vollkommen ausreichend. Für den zuverlässigen Betrieb ist eine stabile Stromversorgung erforderlich, da das Gerät kontinuierlich arbeitet. Für den seltenen Fall eines Stromausfalls empfiehlt sich eine ergänzende Notversorgung mit Flaschen‑Sauerstoff oder die Möglichkeit, kurzfristig auf eine Injektionsnarkose umzustellen. Sauerstoffgeneratoren sind besonders benutzerfreundlich und überzeugen durch eine moderne, robuste Technik; die während des Betriebs entstehenden Geräusche bewegen sich modellabhängig auf einem gut tolerierbaren Niveau.
Das Flowmeter dient zur Einstellung des Frischgasflusses. Dieses Trägergas ist meist Sauerstoff oder seltener ein Sauerstoff-Lachgas-Gemisch, das dem Patienten zugeführt wird. Werden verschiedene Gase verwendet, sind auch mehrere Flowmeter vorhanden. Die Anzeige der Durchflussrate erfolgt in Litern pro Minute (L/min). In der Regel besteht das Flowmeter aus einem vertikalen Glasröhrchen mit einer schwimmenden Kugel oder Zylinder, die sich je nach Gasfluss innerhalb des Röhrchens bewegen.
Der Reservebeutel (Atembeutel) am Inhalationsnarkosegerät dient als Speicher für das Atemgasgemisch und ermöglicht sowohl die spontane Atmung des Patienten als auch das kontrollierte oder assistierte Beatmen durch den/die Behandler*in. Er gleicht Druckschwankungen im System aus und verhindert damit unphysiologische Druckspitzen in den Atemwegen.
Der Nicht-Rückatmungskreislauf leitet ohne Wiederverwendung die Ausatemluft vollständig ab. Es wird kein CO₂-Absorber und die Atemwege sind insgesamt kürzer. Daher hat dieses System einen geringeren Atemwiderstand und ist damit für kleine Tiere wie Katzen oder Heimtiere geeignet. Das Non-Rebreathing-System erfordert jedoch einen hohen Frischgasfluss, um CO₂ effektiv auszuspülen. Ein Vorteil ist die schnelle Anpassung der Anästhetikakonzentration, da keine Gasansammlung im System erfolgt. Die Wahl des Systems hängt vor allem von der Tiergröße, aber auch Operationsdauer und ökonomischen Faktoren ab.
Der Rückatemkreislauf eignet sich besonders für mittelgroße bis große Tiere. Anpassungen der Anästhetikakonzentration erfolgen systembedingt etwas verzögert, können jedoch mithilfe des Flush‑Systems gezielt beschleunigt werden. So lässt sich der Kreislauf schnell mit frischem Sauerstoff spülen – ideal für ein zügiges Ausleiten der Narkose oder zur raschen Korrektur der Narkosetiefe.